KI-Trends, Termine und Entwicklungen im Non-Profit-Bereich ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­    ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏  ͏ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  
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AI 4 Good

Newsletter für KI-Innovationen im gemeinnützigen Bereich,
kuratiert von PHINEO

Ausgabe #12 • Juli 2026
AI-Viusal-violette

Der Newsletter informiert regelmäßig über aktuelle KI-Entwicklungen – und wie sie sich fürs Gemeinwohl einsetzen lassen. Danke an euch für 2.843 Abos!

Sachdienliche Hinweise, Feedback, KI-Tipps, Event-Hinweise etc. gern an Florian per redaktion@phineo.org oder auf LinkedIn.

"Mit­ge­stal­ten oder … abge­hängt werden!"

Spotlight

Wie kann Zivil­ge­sell­schaft Künst­li­che Intel­li­genz mit­ge­stal­ten? – Ich spra­ch mit Mar­vin Schulz, Mit­glied des Bun­des­tags, der für die CDU im Aus­schuss für Digi­ta­les und Staats­mo­der­ni­sie­rung arbeitet.

 

Die Regulierung von KI wird von Wirtschaftsverbänden als zu streng, von Bürgerrechtsorganisationen als zu schwach kritisiert. Teilst du die Sorge, dass am Ende ein Regelwerk entsteht, das ehrenamtlich geprägte NGOs vor Probleme stellen könnte? 

Die Gefahr sehe ich, aber ich halte eine auf Europa bezogene Debatte für vergebene Liebesmüh. Aus meiner Sicht ergibt KI-Regulierung nur Sinn, wenn wir sie weltweit verstehen. Wir können nicht KI in Deutschland oder in Europa regulieren wollen, während für die USA oder China Tür und Tor offenstehen. Ich sehe aber weder in den USA noch in China eine Bereitschaft dafür, den Einsatz von KI an irgendwelche Regeln zu knüpfen. Und damit erübrigt sich auch die Frage, ob KI zu stark oder zu wenig reguliert ist.

 

Die Politik wird nicht müde, die digitale Teilhabe zu beschwören. Gleichzeitig sagen viele NGOs, dass sie bei KI allein gelassen werden. Bräuchte es eine gezielte strukturelle Förderung der Zivilgesellschaft?

Auch in dieser Frage: ja und nein. KI-Kompetenz lässt sich weder alleinig über zivilgesellschaftliches Engagement noch über staatlich verordnete Education erreichen. Siehe mein Beispiel vom Anfang: Wenn du als Familienvater plötzlich mit der Situation konfrontiert bist, dass dein Sohn den Roboter als Psychotherapeuten nutzt – und der Robotereinsatz wird genauso selbstverständlich sein, wie wir heute die Waschmaschine nutzen – dann brauchst du die Kompetenz, damit umgehen zu können. Die musst du dir selber aneignen, ganz individuell. Das kann nur gelingen, wenn jeder eigenverantwortlich versucht, KI-Kompetenzen aufzubauen. Dafür sind zivilgesellschaftliche Lern- und Unterstützungsangebote hilfreich.

 

Welche politischen Initiativen hältst du für nötig, damit NGOs aktive Mitentwickler einer KI-Made in Germany werden?

Ich glaube, wir müssen in der Gesetzgebung, speziell in der KI-Gesetzgebung, den iterativen Ansatz verankern. Im Staatsmodernisierungsbereich, den ich im Bundestag mit bearbeiten darf, holen wir regelmäßige Feedbacks ein. Das sollte ein Must have für Gesetzgebungsverfahren sein.

 

Welche Schutzmechanismen kannst du dir vorstellen, damit Zivilgesellschaft nicht nur Datenlieferant ist, sondern tatsächlich gleichberechtigte Partnerin?

Auch das ist eine Frage der Education. Als Einzelperson musst du dir im Klaren darüber sein, welchen Wert deine Daten haben, um darüber entscheiden zu können, welche Daten du für welchen Zweck hergibst. Passiert aber nicht. Wir haben überhaupt keine Probleme damit, sämtliche Häkchen bei WhatsApp und bei Facebook zu setzen. Aber wenn das Standesamt deine Daten haben möchte oder das Einwohnermeldeamt, dann ärgern wir uns zurecht darüber, dass wir zahlreiche Formulare ausfüllen müssen, um die Datennutzung zu genehmigen. Da ist ein Missverhältnis zwischen der privatwirtschaftlichen Datennutzung und der staatlichen. Dieses Learning muss im eigenen Kopf verankert sein.

 

Das ganze Interview lässt sich hier nachlesen. 

    AI-Viusal-Lernen (1)

    Du suchst einen KI-Workshop für deine Organisation? Für Einsteiger*innen oder Profis oder irgendwas dazwischen? – Dann melde dich: florian.hinze@phineo.org! 

    Veranstaltungen & Initiativen

    • Förderanträge schreiben mit KI: Webinar von Christine Gediga beim SKala-CAMPUS am 07.07.2026. Anmeldung.
    • AI Connect Berlin. Barcamp am 07.07.2026. Anmeldung.
    • Finanzierungswege für Digitalisierung neu denken - Ideenwerkstatt für digitale Lösungen in der Sozialwirtschaft. Civic Data Cafe, 17.07.2026. Anmeldung.
    • KI Festival 2026. Heilbronn, kostenfrei. 25./26.07.2026. Anmeldung.
    • EU-AI-Act & Künstliche Intelligenz im Organisationsalltag: Was sollten Non-Profits regeln? Webinar am 28.07.2026. Anmeldung. 
    • Die Civic-Coding-Projektberatung unterstützt Vorhaben an der Schnittstelle von Technologie und Gemeinwohl; Bewerbungen sind bis 31.07.2026 möglich, die Beratung läuft bis Ende November.
      Bewerben können sich zivilgesellschaftliche Organisationen, Kommunen sowie KMU und Start-ups gemeinsam mit Partnern aus Zivilgesellschaft oder öffentlicher Hand. Voraussetzung ist ein erstes Konzept sowie eine kurze Beschreibung des Vorhabens.
    • Parallel dazu gibt es noch den Civic-Coding-Acclerator. Dieser bringt Non-Profits mit passenden KI-Partner:innen zusammen, um konkrete Projekte umzusetzen. In einem begleiteten Co-Creation-Prozess erhaltet ihr kostenfreie Unterstützung durch KI-Expert:innen. Frist: 31.07.2026. Mehr Infos & Bewerbung.
    • KI verstehen und sicher einsetzen – Weiterbildung von fairlinked zum EU AI Act. Start: 13.08.2026. Kostenpflichtig. Anmeldung.
    • KI-Feierabend-Lab von D³: Das Meetup richtet sich an Einsteiger:innen aus dem Non-Profit-Bereich, die KI nicht länger nur ausprobieren, sondern gezielt für ihre Arbeit nutzen möchten. Wie entsteht aus Spielereien eine sinnvolle Toolbox, welche Tools passen wirklich zu deinen Aufgaben? Wie kombinierst du sie sinnvoll? – 27.08.2026. Anmeldung.
    • Künstliche Intelligenz effektiv nutzen in Job und Alltag. Webinar des BerufsWege für Frauen e.V. am 01.09.2026. Anmeldung. 
    • Wie Non-Profits digitale Tools und KI nachhaltig und wirkungsorientiert einsetzen können – von der Bewertung bis zu konkreten Praxistipps. Webinar beim SKala-CAMPUS am 08.09.2026. Anmeldung.
    • Freiwilligenkoordination durch KI erleichtern. Webinar beim Haus des Stiftens am 10.09.2026. Anmeldung.

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    Mitreden können

    • "Künstliche Intelligenz gemeinsam gemeinwohlorientiert gestalten" – ein neues BBE-Policy-Paper setzt Impulse für Politik und Zivilgesellschaft. Im Fokus: stärkere Einbindung der Zivilgesellschaft, Kompetenzaufbau für NPOs und gezielte Förderung gemeinwohlorientierter KI-Innovationen. (Via Stephanie Kowitz-Harms)
    • Thesenpapier von Cicic Coding: Wie die Zivilgesellschaft ihre KI-Kompetenzen stärken kann. Gibt's allerdings nur als PDF.
    • Bisschen sperriger Titel, umso interessantere Inhalte: "Zwischen Hype und erfolgreicher, verantwortungsvoller Umsetzung: Generative KI als Führungsaufgabe in Stiftungen und Nonprofit-Organisationen". Gastbeitrag in der Stiftungswelt u.a. von Peter Kreutter, Peter Schubert, Katarina Peranić. Mehr dazu hier.
    • Hier gibts eine Liste mit Speakerinnen zum Thema KI. Damit es nie wieder heißt: „Wir haben keine Speakerin gefunden“. (Via Anne-Kathrin Gerstlauer)  
    • Das undurchsichtige System hinter dem "grünen Strom" in Rechenzentren hat sich Algorithmwatch angesehen.
    • Von unsortierten Notizen zum fertigen Text: So hilft ein Masterprompt beim Schreiben. Praxistipp von D³sogehtdigital.
    • Jemand verbreitet Falschinformationen und du weißt nicht, was du antworten sollst? Die Gegenrede-App gibt dir die passende Antwort. Plus: Die KI prüft, ob Behauptungen zu "Fakten" eigentlich stimmen. 
    • Das Civic Data Lab hat einen Online-Kurs veröffentlicht, der KI-Basiskompetenzen vermittelt. Zivilgesellschaftliche Organisationen werden dabei unterstützt, KI sicher, transparent und verantwortungsvoll einzuschätzen und erste Anwendungsmöglichkeiten für die eigene Arbeit zu erkennen.
    • Julia Junge hat das erste Modul ihres KI-Selbstlernkurses für NGOs auf kostenlos gestellt. 
    • Du willst ein KI-Projekt starten? Dann hilft der dir Reflexions-Bot der Caritas dabei, die richtigen Fragen zu stellen (und die richtigen Schlüsse zu ziehen).
    • Senior Connect ist eine KI-gestützte Job-Plattform, die Fach- und Führungskräfte (50+) mit passenden Organisationen und Unternehmen zusammenbringt. Ziel ist es, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und länger jung gebliebenen Talenten neue Perspektiven zu eröffnen. Das Projekt war Teil des Accelerator-Programms und der Civic-Coding-Projektberatung 2025 und wurde zudem von Campus Founders und UnternehmerTUM gefördert. 
    • Claude übt sich in schnoddriger Ansprache. (Via Simon Hengel)

    Small-Talk-Wissen

    • Studien zufolge sparen Beschäftige durch KI-Tools zwar 11 Stunden pro Woche ein, verbringen  gleichzeitig aber reichlich 6 Stunden damit, die KI-Ergebnisse zu überprüfen und Fehler zu korrigieren. Obwohl 75 Prozent der Befragten produktiver arbeiten, berichten nur 13 Prozent der Unternehmen von messbarem Geschäftserfolg durch KI-Einsatz. 
    • KPMG hat einen Bericht zum KI-Einsatz in Unternehmen zurückgezogen, nachdem sich zentrale Aussagen als falsch oder irreführend herausgestellt haben. Fallstudien zur Schweizer Bundesbahn oder dem britischen Gesundheitsdienst basierten offenbar auf KI-generierten, teils erfundenen Inhalten. Zuvor hatte bereits EY eine Studie aus ähnlichen Gründen zurückgezogen. Der Fall verdeutlicht: KI kann überzeugend klingende, aber falsche Informationen liefern, die besonders problematisch werden, wenn sie ungeprüft in Studien einfließen.
    • KI beschädigt unsere Denkfähigkeit auf unterschiedliche Arten: Erwachsene verlieren Fähigkeiten, weil sie Denken an KI auslagern. Kinder hingegen bauen diese Fähigkeiten gar nicht erst auf, wenn sie zu früh auf KI zurückgreifen. Erwachsene haben noch ein Fundament und könnten theoretisch ohne KI auskommen, Kinder aber nicht. Ihnen fehlen dann grundlegende Skills von Anfang an. (Aus dem Newsletter des Civic Data Lab)

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    redaktion@phineo.org  
    Vorstand: Dr. Andreas Rickert (Vorsitzender), Dr. Anna Herrhausen (Stellvertretung),
    Felix Daub, Juliane Hagedorn, 

    Aufsichtsratsvorsitzender: Michael Peters  
    Sitz: Berlin | AG Berlin-Charlottenburg | HRB 123682 B 
     
    Redaktion: Florian Hinze 
    Grafiken: PHINEO, Freepik 
     
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