Die Hochschule Darmstadt sucht Praxispartner*innen aus der NGO-Welt für eine Langzeitstudie zum Thema "KI in der NGO-Kommunikation". Aufwand: drei Termine in zwei Jahren. Projektmitarbeiter Paul Heß erklärt uns, was die Studie können soll.
Es gibt inzwischen dutzende Studien zur Nutzung von KI im NGO-Kontext. Was ist an dieser anders? Was erhofft ihr euch?
Während sich die meisten KI-Studien auf Kosten-Nutzen und Produktivität konzentrieren, stehen NGOs vor ganz anderen Herausforderungen. Die Architektur und die eingespeisten Narrative der Tech-Unternehmen können die Ergebnisse generativer KI-Modelle so verzerren, dass sie den gesellschaftspolitischen Zielen von NGOs entgegenwirken. Um das Potenzial von KI dennoch effektiv nutzen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen in der Interaktion erfüllt sein. Ziel der Untersuchung ist es, Guidelines zu entwickeln, die eine möglichst bias-freie Arbeit mit KI ermöglichen.
Wie gehst du als Wissenschaftler mit dem Problem um, dass Studienergebnisse im Themenfeld KI häufig schon überholt sind, wenn sie erscheinen? Das ist tatsächlich eine Herausforderung. Um dem zu begegnen, haben wir ein kumulatives Studiendesign gewählt – die Ergebnisse werden jährlich als Paper veröffentlicht und sind so bereits als Zwischenstände verfügbar. Dennoch schreiten KI-Entwicklungen oft noch schneller voran. Deshalb liegt der Fokus der Studie bewusst auf der Arbeitsweise der Menschen, die sich langsamer verändert als die Technologie selbst.
Welche 1-2 wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten Monate, bezogen auf KI & NGOs, haben dich besonders überrascht und warum?
Die sogenannte "Schattennutzung" von KI. Während NGOs und Unternehmen mir oft sagen, dass ihre Teams keine KI nutzen, zeigt die Bitkom-Studie 2025: 10% der Erwerbstätigen nutzen KI beruflich ohne Wissen des Arbeitgebers. Das überrascht mich, weil es einen blinden Fleck offenbart. Die Frage ist nicht ob KI genutzt wird, sondern wie.
Du hast Interesse? Dann melde dich bei Paul Heß von der Darmstadt University of Applied Sciences.
Du suchst einen KI-Workshop für deine Organisation? Für Einsteiger*innen oder Profis oder irgendwas dazwischen? – Dann melde dich: florian.hinze@phineo.org!
Veranstaltungen & Initiativen
KI-Anwendungen & Tools für den Arbeitsalltag in gemeinnützigen Organisationen. Webinar am 05.03.2026. Anmeldung.
Wenn Effizienz kostet: Menschliche Kompetenz in der KI-Ära. 10.03.2026. Weizenbaum Institut. Infos & Anmeldung.
Daten zielgruppengerecht kommunizieren: Wie man Daten visualisiert und ins Storytelling einbindet. 09.-12.03.2026. Veranstaltung von CorrelAid. Anmeldung.
Diskriminierung durch KI – und ein guter Umgang damit. Webinar des Civic Data Lab am 17.03.2026. Anmeldung.
Künstliche Intelligenz effektiv nutzen in Job und Alltag. Webinar des BerufsWege für Frauen e.V. am 07.04.2026. Anmeldung.
Der siebte D³-Kongress zum Thema Digitale Demokratie ruft zum Call for Papers. Frist: 17.04.2026. Die Veranstaltung selbst ist am 10./11.11.2026.
Externe Kommunikation & Freiwilligengewinnung mit KI. Webinar am 21.05.2026. Anmeldung.
Förderung für KI-Projekte: Das Förderprojekt KIISS unterstützt klimaorientierte Organisationen dabei, DSGVO-konforme KI-Angebote umzusetzen. Wer einen Orga-Chatbot implementieren möchte, um internes Wissen nutzbar zu machen, einen Website-Bot für automatisierten Besucher-Support entwickeln will oder KI-Assistenten integrieren, die bei Texten, HR, Onboarding oder Förderanträgen helfen, kann sich bewerben. Technische Vorkenntnisse sind nicht nötig. Gefördert durch BMWK und ESF Plus. Infos & Bewerbung.
Teilnehmende für eine Studie gesucht! 95% der KI-Projekte scheitern. Nicht an der Technologie, sondern am Menschen. Während alle über Produktivität forschen, fehlen Antworten auf die entscheidenden Fragen: Was macht KI mit Identität, Macht und Zusammenarbeit in Organisationen? Eine dreimonatige Studie untersucht die menschliche Seite der KI-Transformation. Infos & Kontaktadressen finden sich hier.
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Die Betriebsrats-KI ist angereichert ist mit Spezialwissen aus dem Betriebsverfassungsgesetz. Der Schnelltest war mäßig überzeugend, wahrscheinlich muss man sich tiefergehend mit befassen. (Danke an Anna Scheibe für den Hinweis!)
Muss ich einen Text kennzeichnen, den ich mit KI erstellt habe? Kurzinterview mit einem Anwältin zum Thema "Was darf ich mit KI und was nicht" (Interview findet sich unterhalb der Site, bisschen scrollen)
KI & Fördermittelanträge (1): Interessante Debatte bei LinkedIn, ob der Einsatz von KI-Tools bei der Antragstellung Fördermittel "killt" (Zitat)
KI & Fördermittelanträge (2): Nicht KI-generierte werden abgelehnt. Schlechte Anträge werden abgelehnt! KI- & Fördermittelexpertin Mira Pape mit einem lesenswerten Einwurf.
KI-in-NGO-Expertin Jana Piske verrät in einer kurzen Slideshow auf Linkedin, an welchen Stellen sie erfolgreich KI einsetzt.
Das Civic Data Lab beschäftigt sich in einem Artikel mit den grundsätzlichen Fragen: "Wer hat die KI erfunden?" und "Wie wird sich die KI künftig weiter entwickeln?".Informativ!
Du willst ein KI-Projekt starten? Dann hilft der dir Reflexions-Bot der Caritas dabei, die richtigen Fragen zu stellen (und die richtigen Schlüsse zu ziehen).
"Von 0 auf KI": Das Haus des Stiftens hat eine Reihe von Lernvideos veröffentlicht, die dabei helfen, KI im Organisationsalltag zu verankern.
Rückblick aufs KI-wir-müssen-reden-Festival der Stiftung Bürgermut. Schön war's.
Small-Talk-Wissen
Regensburg bietet seinen Einwohner*innen einen KI-Führerschein an. Vorbildlich!
Das Bundessozialgericht erhält signifikant mehr Schriftsätze, die mit KI generiert wurden. Menschen akzeptierten die gerichtlichen Entscheidungen nicht mehr; auch wenn Verfahren längst abgeschlossen sind. Es gebe "unfassbar viele" Dienstaufsichtsbeschwerden. Anträge würden regelmäßig ohne Anwalt, dafür mit KI erstellt, im Extremfall seien es 4.500 Seiten Antragsbegründung gewesen, garniert mit falschen Fundstellen zu angeblicher Rechtsprechung. Das Problem: Alles muss trotzdem von Richter*innen geprüft werden. Der Prüfung folge der richterliche Beschluss, den viele Bürger*innen wiederum nicht akzeptierten ...
Vorbereitung eines Gesprächs mit potenziellen Förder*innen: Nimm diesen Prompt, um dich optimal auf ein Gespräch vorzubereiten und Fragen zu antizipieren, auf die du eine Antwort parat haben solltest.
Kontext
Du unterstützt uns dabei, uns auf ein Gespräch mit Förderin [NAME / INSTITUTION] vorzubereiten.
Ziel ist es, anspruchsvolle, oft kritische Fragen zu identifizieren, die die Förderin typischerweise stellt, um die Wirkung, Glaubwürdigkeit, Governance und Nachhaltigkeit unserer Organisation und des Projekts zu prüfen.
Rolle
Agiere in der Rolle einer erfahrenen Förderreferentin oder eines Programmmanagers einer großen Stiftung, mit tiefem Verständnis für strategische Förderentscheidungen, Wirkungslogik, Risikoabwägung und Partnerschaftsentwicklung im gemeinnützigen Sektor.
Denke analytisch und konstruktiv – wie jemand, der eine Organisation unterstützen, aber auch auf Herz und Nieren prüfen möchte.
Aufgabe
Formuliere eine Liste von 30 besonders kritischen, häufig gestellten Fragen, die erfahrene Fördernde typischerweise an Gemeinnützige stellen, um deren Strategie, Wirkung und organisatorische Stabilität zu verstehen.
Erkläre auf Wunsch zu jeder Frage kurz, warum sie wichtig ist und was Fördernde damit herausfinden möchten.
Die Fragen sollen praxisnah, strategisch und tiefgehend sein – also über reine Projektbeschreibung oder Zahlen hinausgehen.
Ausgabeformat
Erstelle eine nummerierte Liste der 30 Fragen, optional ergänzt um kurze Erläuterungen in Fließtext unter jeder Frage.
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